Das Château Ducru-Beaucaillou ist bereits seit rund 300 Jahren ein angesehenes Weingut in Burgund und sein Wein war von Anfang an auf jeder Tafel sehr willkommen. Das Fundament für sein heutiges Bestehen bildete die Hochzeit zwischen einem königlichen Diener namens Jacques de Bergeron und Marie Dejean im Jahr 1720. Marie war Erbin des Weinguts, doch ging das Weingut nach der französischen Revolution in neue Hände.
Fast ein Jahrhundert lang wurde es von den Ducrus beherbergt. Bertrand Ducru hegte eine sehr tiefe Leidenschaft zu Medoc und besserte sogleich den Weinkeller als auch die Rebflächen auf. Insgesamt war Bertrand jedoch sehr engagiert im Ausbau des Châteaus, dem er natürlich ebenfalls eine imposante Gartengestaltung einhauchte. Nachdem er 1829 verstarb, übernahmen seine Tochter Marie-Louise und sein Sohn Jean-Baptiste das Weingut. Marie löste ihren Bruder aus und so führte sie es allein weiter. Dies war jedoch von sehr grossem Erfolg gekrönt und der Wein erhielt 1855 eine ehrwürdige Klassifizierung.
1866 wurde das Château an Louise-Caroline Dassier verkauft, der Ehefrau des Kaufmanns Nathaniel Johnston. Mit seiner Leidenschaft zum Medoc holte sich Nathaniel Rat bei einigen Weinexperten ein und modernisierte das Château entsprechend. Er entwickelte mit eben jenen Experten auch die sogenannte Bordeaux-Mischung, die sich als sehr effektiv gegen Mehltau erwies. Leider musste Nathaniel das Château infolge des Ersten Weltkriegs, der bolschewistischen Revolution und obendrein der amerikanischen Prohibition 1928 verkaufen. Es ging an Fernand Odon Desbarats, einem Weinhändler, doch musste auch er es schon nach zehn Jahren wieder verkaufen - die Wirtschaftslage war noch immer zu schlecht und weniger ansehnliche Vintages machten es leider auch nicht besser.
Seit 1942 ist das Château Ducru-Beaucaillou in festen Händen der Bories. Francis Borie war eigentlich mehr ein Kaufmann, aber auch ein leidenschaftlicher Weinbauer, was er bereits am Château Haut Batailley demonstrieren konnte. Sein Sohn übernahm Château Ducru-Beaucaillou nach seinem Tod und verabschiedete sich vom Kaufmannsunternehmen des Vaters sehr schnell, um sich voll und ganz dem Weinbau zu widmen. Seine Mühen zahlten sich in den 1950er Jahren sehr schnell aus, als der Wein vom Château Ducru-Beaucaillou zum besten in Bordeaux wurde. Daran hat sich bis heute nichts geändert und sein Sohn Bruno-Eugène führt das Weingut weiterhin - mit tatkräftiger Unterstützung aus der Familie selbstverständlich und Jack Bouin.
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